Kanton Luzern

Erhaltung und Förderung der Biodiversität

Regierung legt Bericht vor

Das Schutzgebiet «Ostergau» in den Gemeinden Willisau und Grosswangen ist Rückzugsort für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

Die Luzerner Regierung zeigt in einem Planungsbericht auf, wie sie die Biodiversität in den nächsten gut zehn Jahren fördern will. Sie hat sieben Handlungsfelder definiert. So sollen unter anderem einheimische Arten gezielt gefördert und invasive gebietsfremde Arten bekämpft werden. Ebenso soll die Biodiversität im Siedlungsraum gestärkt werden. Der Regierungsrat nennt 20 konkrete Massnahmen, inklusive Ressourcenbedarf, mit denen Defizite behoben und die biologische Vielfalt mit ihren Ökosystemleistungen bewahrt werden soll. Der Planungsbericht wird nun im Luzerner Kantonsrat beraten.

Mitteilung
Bericht Biodiversität

  • Hochmoor «Gross Gfäl» in der Gemeinde Flühli: Moore sind wichtige Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere.

  • Plattbauch-Libellen profitieren von der Schaffung neuer Kleingewässer.

  • Die Bekämpfung invasiver Neophyten, wie hier des Japanischen Staudenknöterichs, sind aufwendig und kostenintensiv.

  • Das Schutzgebiet «Burgschachen» in der Gemeinde Buchrain.

  • Die Sensibilisierung der Bevölkerung und die Wissensvermittlung sind wichtige Bausteine zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie.

  • «Natur im Siedlungsraum» wird immer wichtiger - wie hier bei einer Neubausiedlung direkt an der Sure in Sursee.



Änderung des Spitalgesetzes

Spital soll Aktiengesellschaft werden

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) und die Luzerner Psychiatrie (lups) sollen von öffentlich-rechtlichen Anstalten in zwei gemeinnützige Aktiengesellschaften im alleinigen Eigentum des Kantons Luzern umgewandelt werden. Die Spitäler erhalten so optimale Voraussetzungen für Versorgungsverbünde mit anderen Anbietern sowie eine etablierte und bewährte Rechtsform für Unternehmen ihrer Grösse und Komplexität. Damit sind sie in der Lage, die grossen Herausforderungen in der Spitalversorgung bestmöglich zu bewältigen und der Luzerner Bevölkerung langfristig eine qualitativ hochstehende und wirtschaftliche Spitalversorgung zu gewährleisten. Der Kanton Luzern hat dieselben Mitbestimmungsrechte wie bisher. Der Regierungsrat hat die entsprechende Botschaft verabschiedet.

Mitteilung
Botschaft

Sempachersee: Fischbestände erfasst

Felchen und Egli dominieren

In Ufernähe wird ein Bodennetz ausgelegt (Foto: Pascal Vonlanthen).

Erstmals liess der Kanton Luzern die Fischbestände im Sempachersee erfassen und bewerten. 20 Fischarten konnten nachgewiesen werden: 15 Arten sind einheimisch, fünf wurden eingeschleppt. Am häufigsten kommen die Arten Felchen und Egli vor. Das Fazit der Erhebung: Der erhobene Fischbestand und die festgestellte Verbreitung zeigen, dass sich die grossen Investitionen in die Seesanierung lohnen. Die getroffenen Massnahmen beleben den Lebensraum Sempachersee ökologisch. Mitteilung  Bericht

  • Mitarbeitende ziehen ein Vertikalnetz auf. Damit wird die gesamte Wassersäule von der Oberfläche bis zum Grund befischt. ©Pascal Vonlanthen

  • Die Fischunterschlupfe und Pflanzenbestände werden mit dem Elektrofanggerät untersucht. © Pascal Vonlanthen

  • Eine Rotfeder auf dem Messtisch. Diese Fischart wird im Sempachersee zahlenmässig am sechsthäufigsten gefangen. © Pascal Vonlanthen

  • Der König im Sempachersee: Hochgerechnet auf die Seefläche machen Felchen den Hauptanteil der Fischbiomasse im Sempachersee aus. © Pascal Vonlanthen