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Informationen für Unternehmen

Letzte Aktualisierung: 1. Dezember 2021

Nix in der Laterne

Bund und Kantone unterstützen notleidende Unternehmen

Die Coronakrise hat gewisse Unternehmen hart und existenzgefährdend getroffen. Damit möglichst viele Arbeitsplätze und üblicherweise gesunde Unternehmen erhalten werden können, haben Bund und Kantone finanzielle Hilfe für Härtefälle gesprochen. Härtefallmassnahmen kommen nur dann zum Einsatz, wenn alle anderen Unterstützungsgefässe ausgeschöpft sind.

Aktuellste Informationen zu den Härtefallmassnahmen

2. Dezember 2021: Frist für Einreichung von Gesuchen ist abgelaufen 
Ab heute können keine Gesuche um Härtefallhilfe mehr eingereicht werden. Für die Bundesratsreserve, die für besonders betroffene Unternehmen gedacht ist, können die Unternehmen ihren Antrag via "Nachreichung Dokumente" übermitteln. 

3. November 2021: Bedingte Gewinnbeteiligung
Der Kanton Luzern wird so bald wie möglich über den Umfang und die Umsetzung der bedingten Gewinnbeteiligung informieren. Aktuell laufen diesbezüglich noch immer Abklärungen zwischen Bund und Kanton.

Covid-Zertifikat
Trotz Zertifikatspflicht gibt es keinen weiteren Anspruch auf Härtefallunterstützung. 

Freiwillige Rückzahlung
Zahlreiche Unternehmen wollen dem Kanton die Härtefallgelder zurückzahlen. Für Betriebe, die den erhaltenen a-fonds-perdu-Beitrag zurückzahlen wollen, hat der Kanton ein Formular (siehe unten) bereitgestellt. Mit Ihrer Rückzahlung wird das Gesuch definitiv abgeschlossen. Ein weiterer Antrag ist im laufenden Härtefallprogramm nicht möglich. Nach Ihrer Rückzahlung erhalten Sie vom Kanton ein Bestätigungsschreiben. Eine Teilrückzahlung ist möglich, Einschränkungen wie z.B. betreffend Dividendenausschüttung bleiben dann aber bestehen.

Berechnung der Ansprüche bis und mit Juni 2021
Für weiterer Ansprüche bis und mit Juni 2021 finden Sie unten an der Website ein zusätzliches Formular. Die MWST-Abrechnung muss beigelegt werden.

Einheitliches Modell für Unternehmen ab 5 Millionen Franken
Hat der Kanton zu Beginn bei allen ordentlichen Härtefällen die Unterstützung individuell berechnet, so wird die Berechnung seit April 2021 vom Bund übernommen. Das gilt bei Unternehmen mit einem Umsatz ab 5 Millionen Franken. Das Modell dient der Vereinheitlichung. Betriebe mit einem Umsatz bis zu 5 Millionen Franken werden analog zur Bundeslösung unterstützt. Dies, um Ungleichheiten zu vermeiden.

Mehr als 200 Millionen Franken ausbezahlt
Der Kanton Luzern stellt für Härtefallmassnahmen total rund 266 Millionen Franken bereit. 220 Millionen für behördlich geschlossene Betriebe wie etwa Restaurants und rund 46,6 Millionen für nicht behördlich geschlossene Unternehmen. 

 

Das Unterstützungsmodell des Kantons Luzern

Überblick

Unter den folgenden Stichworten finden Sie einen Überblick zu den wichtigen Voraussetzungen, die bei der Einreichung eines Gesuchs für Härtefallzahlungen zu beachten sind.
  • Zugangsvoraussetzungen
    • Einzelunternehmung, Personengesellschaft oder juristische Person mit Sitz im Kanton Luzern
    • Gründung vor dem 01. Oktober 2020
    • Aktiver und gültiger Eintrag im UID-Register des Bundesamtes für Statistik (BFS) - https://www.uid.admin.ch/ mit eindeutiger Unternehmens-Identifikationsnummer.
    • Durchschnittlicher Umsatz der Jahre 2018 und 2019 von mindestens 50'000 Franken (angepasste Berechnungen für Unternehmen, die auf 01.01.2020 oder später gegründet wurden oder solche, die nach Gründung 2018/2019 überlange Geschäftsjahre haben)
    • Lohnkosten fallen überwiegen in der Schweiz an
  • Abgrenzung zu anderen Unterstützungsarten
    Unternehmen, respektive Unternehmenssparten mit Anspruch auf branchenspezifische Finanzhilfen vom Bund im Bereich Sport, Kultur oder öffentlicher Verkehr haben keinen Anspruch auf kantonale Härtefallhilfe. Kurzarbeitsentschädigung, Erwerbsersatz oder Covid-19-Kredite zählen nicht als branchenspezifische Finanzhilfen.
  • Verwendung und Eigenleistung
    • Während drei Jahren oder bis zur Rückzahlung der erhaltenen Hilfe dürfen keine Dividenden und Tantiemen beschlossen oder ausgeschüttet werden. Gewährte Mittel dürfen zudem nicht an ausländische Gruppengesellschaften übertragen werden.
    • Unterstützung innerhalb von Holding-, Konzernstrukturen oder ähnlichen unter einheitlicher Leitung stehenden Unternehmensverbunden wurde geprüft und ist ausgeschöpft.
  • Finanzielle Nachhaltigkeit
    • Das Unternehmen war vor dem Ausbruch von Covid-19 profitabel oder überlebensfähig. Das heisst insbesondere, dass es sich nicht in einem Konkursverfahren oder in Liquidation befindet.
    • Das Unternehmen bestätigt, dass es sich am 15. März 2020 nicht in einem Betreibungsverfahren für Sozialversicherungs- oder Steuerbeiträge befunden hat. Wenn zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung eine vereinbarte Zahlungsplanung vorliegt oder das Betreibungsverfahren durch Zahlung abgeschlossen ist, gilt die Anspruchsvoraussetzung als erfüllt.
  • Spartenrechnungen
    Spartenrechnungen im Rahmen der Härtefallmassnahme sind möglich, um behördlich geschlossene Betriebsteile abzugrenzen, um Abgrenzungen bei Zahlungen aus branchenspezifischen Unterstützungsgefässen (z.B. Kultur) sicherzustellen oder auch, wenn klar abgrenzbare Tätigkeiten bereits in den früheren Jahren so als Sparten bestanden haben. Es dürfen keine Sparten nachträglich künstlich gebildet werden, die nicht bereits zuvor so geführt werden. Unternehmen werden in der Gesuchsprüfung darum gebeten, diese Vorgabe zusätzlich zu bestätigen. 
  • Selbstdeklaration
    Das Unternehmen füllt das Antragsformular vollständig und wahrheitsgetreu aus. Personen, die unrichtige Angaben machen oder absichtlich wichtige Informationen vorenthalten, können strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
  • Nachlassstundung im Zusammenhang mit Härtefallmassnahmen

    Ein Unternehmen, welches von der Insolvenz bedroht ist, seine Geschäftstätigkeit jedoch fortsetzen möchte und eine konkrete Sanierungsperspektive vor Augen hat, kann ein Gesuch um provisorische Nachlassstundung stellen. Das Gesuch ist beim Bezirksgericht einzureichen, in dessen Gerichtsbezirk das Unternehmen seinen Sitz hat. Im Gesuch müssen zwei Punkte glaubhaft gemacht werden: Erstens, dass die Anforderungen an Unternehmen gemäss dem 2. Abschnitt der nationalen Covid-19-Härtefallverordnung (SRL 951.262) erfüllt sind; und zweitens, dass Härtefallmassnahmen bereits beantragt wurden oder dies so bald als möglich gemacht wird (z.B. mit dem Einreichen einer Kopie des Gesuches um Härtefallmassnahmen).

    Während der Nachlassstundung kann ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit grundsätzlich fortsetzen. Gegen das Unternehmen können aber Betreibungen (unter Vorbehalt von grundpfandgesicherten Forderungen) weder eingeleitet noch fortgesetzt werden; Zivilprozesse und Verwaltungsverfahren über Nachlassforderungen sind grundsätzlich sistiert (Art. 297 SchKG). Mit der Nachlassstundung gewinnt ein Unternehmen Zeit, um ein Gesuch auf eine Härtefallzahlung vorzubereiten, auf die Auszahlung zu warten und allenfalls andere Sanierungsmassnahmen einzuleiten. Wird das Gesuch um Härtefallmassnahmen gutgeheissen, kann das Unternehmen spätestens mit der Auszahlung des Geldes wieder aus der Nachlassstundung entlassen werden. Wird dem Gesuch um Härtefallmassnahmen nicht stattgegeben oder wird gar kein Gesuch eingereicht, wird der Konkurs eröffnet (Art. 293a SchKG). Bei der Nachlassstundung im Zusammenhang mit Härtefallmassnahmen wird im Regelfall kein Sachwalter eingesetzt. Zudem ist das Verfahren vor den Nachlassgerichten bei Nachlassgesuchen, welche sich auf die Covid-19-Härtefallverordnung abstützen, grundsätzlich kostenlos.

  • Bedingte Gewinnbeteiligung

    Die bedingte Gewinnbeteiligung bezieht sich auf den steuerbaren Jahresgewinn. Dabei ist zu unterscheiden für Betriebe nach Umsatzhöhe:

    Betriebe bis 5 Mio. Fr. Umsatz

    «Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 5 Millionen Franken, die im Jahr der Ausrichtung eines nicht rückzahlbaren Beitrags einen steuerbaren Jahresgewinn nach den §§ 71–80 des Steuergesetzes vom 22. November 1999[6] erzielen, leiten diesen an das Finanzdepartement weiter; dies aber höchstens im Umfang des erhaltenen Beitrags. Die Berechnung der bedingten Gewinnbeteiligung erfolgt sinngemäss nach Artikel 8e der Covid-19-Härtefallverordnung. Ein im Geschäftsjahr 2020 entstandener steuerlich massgeblicher Gewinn ist dem steuerbaren Jahresgewinn 2021 hinzuzurechnen» (https://srl.lu.ch/app/de/texts_of_law/900b ). In diesem Sinne sind Rückstellungen möglich im Rahmen der üblichen Vorgaben. 

    Betriebe ab 5 Mio. Fr. Umsatz

    «Für die Berechnung der bedingten Gewinnbeteiligung nach Artikel 12 Absatz 1septies des Covid-19-Gesetzes vom 25. September 2020 massgeblich ist der steuerbare Jahresgewinn 2021 vor Verlustverrechnung nach den Artikeln 58–67 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer. Vom steuerbaren Jahresgewinn abziehbar ist ausschliesslich ein im Geschäftsjahr 2020 entstandener steuerlich massgeblicher Verlust.» (https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2020/875/de Art. 8e)

Kategorie 1: Behördlich geschlossene Betriebe bis 5 Mio. Fr. Umsatz 

Unternehmen, die nach dem 1. November 2020 für mindestens 40 Kalendertage aufgrund der Covid-19-Pandemie behördlich geschlossen werden für ungedeckte Fixkosten entschädigt.
  • Bemessungsgrundlage

    Die Unterstützung wird gemäss zwei unterschiedlichen Arten bemessen. Die erste Art gilt für Unterstützung bis und mit April 2021. Mit der zweiten Art wird die Unterstützung für die Monate Mai und Juni 2021 geprüft. 

    Unterstützung bis Ende April 2021

    Die Unterstützung wird basierend auf dem Umsatz der Jahre 2018 und 2019 berechnet. Die Umsätze der Vorjahre werden um nicht von der Schliessung betroffene Geschäftsfelder bereinigt. Später erfolgte Gründungen werden gemäss den Vorgaben des Bundes berücksichtigt. Die Unterstützung zur Deckung der ungedeckten Fixkosten ergibt sich aus der folgenden Formel: Durchschnittlicher Umsatz der Vorjahre x pauschaler Fixkostensatz für die Dauer der behördlichen Schliessung = A-fonds-perdu-Beitrag

    Unterstützung von Mai bis Juni 2021

    Die Unterstützung erfolgt gemäss dem Berechnungsmodell Umsatzrückgang x pauschaler Fixkostenanteil = A-fonds-perdu-Beitrag. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Unternehmen in diesen Monaten aktuell noch von einer behördlichen Schliessung betroffen sind. Um die Unterstützung für die Monate Mai und Juni 2021 zu berechnen, wird in den folgenden Schritten vorgegangen: Zunächst wird die Formel «Umsatzrückgang x pauschaler Fixkostenanteil = Unterstützungsbeitrag» auf die gesamte erste Hälfte des Jahres 2021 angewendet. Die Umsätze aus dem Jahr 2021 werden dabei mit dem Durchschnitt der selben Periode in den Jahren 2018 und 2019 verglichen. Es werden die drei Gruppen an pauschalen Fixkostenanteilen gemäss Artikel 8b Absatz 3 Covid19-Härtefallverordnung angewendet, wie sie bereits für die übrigen Unterstützungskategorien angewendet werden. Vom daraus entstehenden Betrag werden bereits geleistete Zahlungen für die Schliessungsmonate im Jahr 2021 in Abzug gebracht. Eine zusätzliche Zahlung wird nur dann geleistet, wenn der berechnete Anspruch für die erste Jahreshälfte 2021 höher ausfällt als die bereits geleistete Unterstützung für die Monate Januar bis und mit April 2021. Fällt der Anspruch nach neuem Modell kleiner aus als die bereits geleistete Zahlung für die Monate Januar bis April 2021, erfolgt keine Rückforderung. Weitere Details sind in den Erläuterungen ausführt (Link, S.2).

  • Fixkostensätze

    Infolge der Anpassung im Unterstützungsmodell gelten auch hier zwei verschiedene Vorgaben: 

    Unterstützung bis Ende April 2021

    Für die drei Branchen Gastronomie, Fitnesscenter und Detailhandel wurden pauschale Fixkostensätze festgelegt, anhand derer für die Dauer der behördlichen Schliessung die Unterstützung berechnet wird. 

    • Restaurants: 25% des Umsatzes für insgesamt 7 Schliessungsmonate bis Ende April 2021: 25% des Umsatzes x 7/12 = 14% des Jahresumsatzes. Die Unterstützung wird in zwei Tranchen ausbezahlt. Die erste umfasst 5 Monate bis Ende Februar 2021, die zweite Tranche die Monate März und April. 
    • Fitnesscenter: 42% des Umsatzes für insgesamt 7 Schliessungsmonate bis Ende April 2021: 42% des Umsatzes x 7/12 = 20% des Jahresumsatzes (Berechnung limitiert durch Obergrenze des Bundes). Die Unterstützung wird in zwei Tranchen ausbezahlt. Die erste umfasst 5 Monate bis Ende Februar 2021, die zweite Tranche umfasst die noch mögliche Unterstützung bis zum Erreichen der Obergrenze von 20% der Vorjahresumsätze.
    • Detailhandelsbetriebe: 20% des Umsatzes für insgesamt 3.5 Schliessungsmonate bis Ende Februar 2021: 20% x 3.5/12 = 6% des Jahresumsatzes.
    • Weitere Branchen: Wo möglich werden sinngemäss die drei obigen Fixkostensätze angewandt. Wenn nötig wird ein individueller Fixkostensatz berechnet, um den jeweiligen Gegebenheiten Rechnung tragen zu können.

     

    Unterstützung für die Monate Mai und Juni 2021

    Zur Bemessung der ungedeckten Fixkosten sind auf Basis von durchschnittlichen Fixkostenanteilen je Branche drei Gruppen von Fixkosten festgelegt worden

    • Gruppe A) Reisebüros, Grosshandel, Handel mit Motorfahrzeugen: 8%
    • Gruppe B) Übriger Detailhandel: 15%
    • Gruppe C) alle anderen Unternehmen: 25%
  • Unterstützungshöhe

    Die Höhe der Unterstützung wird pro Branche festgelegt. Berücksichtigt werden die Fixkosten im branchenweiten Vergleich und die Dauer der behördlich angeordneten Schliessung. Bis anhin wurden behördliche Schliessungen bis und mit Ende Februar berücksichtigt. Weitere Zahlungen für verlängerte Schliessungsdauern werden unter Einhaltung der Obergrenzen des Bundes erbracht.

  • Unterstützungsart

    Die Unterstützung wird durch A-Fonds-perdu Beiträge geleistet. 

  • Entschädigungsbeispiele

    Beispiel 1: Restaurant

    A Unterstützung für behördliche Schliessung gemäss bisherigem Modell 140'000 Fr.
    B Unterstützung für behördliche Schliessung im 2020 gemäss bisherigem Modell (3 Monate) 60'000 Fr.
    C Unterstützung für behördliche Schliessung im 2021 gemäss bisherigem Modell bis April 2021 (4 Monate) 80'000 Fr.
    D Unterstützung Januar - Juni 2021 gemäss neuem Modell 120'000 Fr.
    E Zusätzliche Zahlungen (D-C) 40'000 Fr.

    Zahlungen insgesamt (A+E) 180'000 Fr.

    Beispiel 2: Detailhandel

    A Unterstützung für behördliche Schliessung gemäss bisherigem Modell 50'000 Fr.
    B Unterstützung für behördliche Schliessung im 2020 gemäss bisherigem Modell (1,5 Monate) 15'000 Fr.
    C Unterstützung für behördliche Schliessung im 2021 gemäss bisherigem Modell bis April 2021 (2 Monate) 45'000 Fr.
    D Unterstützung Januar - Juni 2021 gemäss neuem Modell 50'000 Fr.
    E Zusätzliche Zahlungen (D-C) 5'000 Fr.

    Zahlungen insgesamt (A+E) 55'000 Fr.

  • Obergrenzen
    Nicht rückzahlbare Beiträge belaufen sich auf höchstens 20 Prozent des relevanten Umsatzes. Für diese Beiträge beläuft sich die Obergrenze pro Unternehmen auf 1 Mio. Fr. 

Kategorie 2: Behördlich geschlossene Betriebe ab 5 Mio. Fr. Umsatz

Unternehmen, die nach dem 1. November 2020 für mindestens 40 Kalendertage aufgrund der Covid-19-Pandemie behördlich geschlossen werden für ungedeckte Fixkosten entschädigt.
  • Bemessungsgrundlage
    Die Unterstützung zur Deckung der ungedeckten Fixkosten ergibt sich aus der folgenden Formel: Umsatzrückgang x pauschalem Fixkostensatz. Die Umsatzeinbusse ergibt sich dabei aus der Differenz des Umsatzes der Vorjahre zum Umsatz des Jahres 2020, oder bei Umsatzrückgängen in den Monaten Januar 2021 bis Juni 2021 – mit dem Umsatz der letzten 12 Monate im Vergleich zum Umsatz 2018/2019. Unternehmen, die insgesamt in mehr als 12 Monaten einen Umsatzrückgang geltend machen, können zusätzlich den Umsatzrückgang für diejenigen Monate zwischen Januar und Juni 2021 dazuzählen, die nicht bereits in die Berechnung der ersten 12 Monate eingeflossen sind. Die Umsätze aus dem Jahr 2021 werden dabei mit dem Durchschnitt der selben Periode in den Jahren 2018 und 2019 verglichen.
  • Fixkostensätze

    Zur Bemessung der ungedeckten Fixkosten sind auf Basis von durchschnittlichen Fixkostenanteilen je Branche drei Gruppen von Fixkosten festgelegt worden

    • Gruppe A) Reisebüros, Grosshandel, Handel mit Motorfahrzeugen: 8%
    • Gruppe B) Übriger Detailhandel: 15%
    • Gruppe C) alle anderen Unternehmen: 25%
  • Unterstützungshöhe und Obergrenze

    Für nicht rückzahlbare Beiträge gilt eine relative Höchstgrenze von 20% des Jahresumsatzes, respektive maximal 5 Mio. Fr. 

    Die Obergrenze kann auf 30% des Jahresumsatzes, respektive 10 Mio. Fr. erhöht werden, wenn der Umsatzrückgang mindestens 70% beträgt, oder wenn Eignerinnen und Eigner Eigenleistungen einbringen in der Höhe von 40% der Unterstützung, die 5 Mio. übersteigt. 

  • Unterstützungsart

    Die Unterstützung wird in erster Linie durch A-Fonds-perdu Beiträge geleistet. Kredite im Rahmen der Vorgaben des Bundes sind nur dort möglich, wo die berechneten ungedeckten Fixkosten die Obergrenze für nicht rückzahlbare Beiträge übersteigen. 

  • Entschädigungsbeispiel

    Beispielunternehmen: Detailhandel

    Durchschnittlicher Jahresumsatz 2018/2019 30 Mio. Fr.
    Höchstgrenze (20% <= 1 Mio. Fr.) 6 Mio. Fr.
    Umsatzrückgang Januar 2020-Dezember 2020 im Vergleich zu 2018/2019 8 Mio. Fr.
    Umsatzrückgang Januar 2021-Juni 2021 im Vergleich zu Januar-Juni 2018/2019 1 Mio. Fr.
    Umsatzrückgang Total (18 Monate) 9 Mio. Fr.
    A-Fonds-perdu-Beitrag zu 2020 (Umsatzrückgang x Fixkostensatz: 8 x 0.15) 1.2 Mio. Fr.
    A-Fonds-perdu-Beitrag zu 2021 (Umsatzrückgang x Fixkostensatz: 1 x 0.15) 0.150 Mio. Fr.
    A-Fonds-perdu Beitrag Total 1.35 Mio. Fr.

     

Kategorie 3: Behördlich nicht geschlossene Betriebe (Umsatzhöhen ab CHF 50’000)

Unternehmen, die eine Umsatzeinbusse von mindestens 40 Prozent (im Vergleich zu den Vorjahren) vorweisen werden unterstützt.

  • Bemessungsgrundlage

    Die Unterstützung zur Deckung der ungedeckten Fixkosten ergibt sich aus der folgenden Formel: Umsatzrückgang x pauschalem Fixkostensatz. Die Umsatzeinbusse ergibt sich dabei aus der Differenz des Umsatzes der Vorjahre zum Umsatz des Jahres 2020, oder bei Umsatzrückgängen in den Monaten Januar 2021 bis Juni 2021 – mit dem Umsatz der letzten 12 Monate im Vergleich zum Umsatz 2018/2019. Unternehmen, die insgesamt in mehr als 12 Monaten einen Umsatzrückgang geltend machen, können zusätzlich den Umsatzrückgang für diejenigen Monate zwischen Januar und Juni 2021 dazuzählen, die nicht bereits in die Berechnung der ersten 12 Monate eingeflossen sind. Die Umsätze aus dem Jahr 2021 werden dabei mit dem Durchschnitt der selben Periode in den Jahren 2018 und 2019 verglichen.

  • Fixkostensätze

    Zur Bemessung der ungedeckten Fixkosten sind auf Basis von durchschnittlichen Fixkostenanteilen je Branche drei Gruppen von Fixkosten festgelegt worden

    • Gruppe A) Reisebüros, Grosshandel, Handel mit Motorfahrzeugen: 8%
    • Gruppe B) Übriger Detailhandel: 15%
    • Gruppe C) alle anderen Unternehmen: 25%
  • Unterstützungsart

    Die Unterstützung wird in erster Linie durch A-Fonds-perdu Beiträge geleistet. Kredite im Rahmen der Vorgaben des Bundes sind nur dort möglich, wo die berechneten ungedeckten Fixkosten die Obergrenze für nicht rückzahlbare Beiträge übersteigen. 

  • Unterstützungshöhe und Obergrenze

    Für nicht rückzahlbare Beiträge gilt eine relative Höchstgrenze von 20% des Jahresumsatzes. Für Betriebe bis 5 Mio. Fr. Umsatz ergibt sich daraus eine Obergrenze von 1 Mio. Fr. Für Betriebe ab 5 Mio. Fr. gilt eine Obergrenze von 5 Mio. Fr. 

    Bei Betrieben ab 5 Mio. Fr. Umsatz kann die Obergrenze auf 30% des Jahresumsatzes, respektive 10 Mio. Fr. erhöht werden, wenn der Umsatzrückgang mindestens 70% beträgt, oder wenn Eignerinnen und Eigner Eigenleistungen einbringen in der Höhe von 40% der Unterstützung, die 5 Mio. übersteigt. 

  • Entschädigungsbeispiel

    Beispielunternehmen: Reisebüro

    Durchschnittlicher Jahresumsatz 2018/2019 3 Mio. Fr.
    Höchstgrenze (20% <= 1 Mio. Fr.) 0.6 Mio. Fr.
    Umsatzrückgang Januar 2020-Dezember 2020 im Vergleich zu 2018/2019 1.8 Mio. Fr.
    Umsatzrückgang Januar 2021-Juni 2021 im Vergleich zu Januar-Juni 2018/2019 0.9 Mio. Fr.
    Umsatzrückgang Total (18 Monate) 2.7 Mio. Fr.
    A-Fonds-perdu-Beitrag zu 2020 (Umsatzrückgang x Fixkostensatz: 1.8 x 0.08) 0.144 Mio. Fr.
    A-Fonds-perdu-Beitrag zu 2021 (Umsatzrückgang x Fixkostensatz: 0.9 x 0.08) 0.072 Mio. Fr.
    A-Fonds-perdu Beitrag Total 0.216 Mio. Fr.

Vom Antrag bis zur Auszahlung

  • Beurteilung der eingereichten Anträge
    1. Formelle Prüfung auf Vollständigkeit und Erfüllung sämtlicher Selbstdeklarationen.
    2. Fachliche Prüfung: Die eingereichten Unterlagen werden hinsichtlich der Bundesvorgaben plausibilisiert.
    3. Aus der detaillierten Prüfung resultiert eine qualitative und datenbasierte Einschätzung.
  • Entscheid der Expertengruppe
    Nach der Prüfung entscheidet eine vom Regierungsrat eingesetzte Expertengruppe über den Antrag. Es besteht ein Rechtsmittel. Die Entscheide werden schriftlich eröffnet und die Betriebe können via Email eine Wiedererwägung verlangen bei haertefall@lu.ch und haben die Möglichkeit, Beschwerde zu erheben.
  • Auszahlungsprozess
    • Information der Gesuchsstellenden über Entscheid der Expertengruppe
    • Nicht rückzahlbare Beiträge: Auszahlung direkt vom Kanton an das Unternehmen
    • Kredite: Die Abwicklung erfolgt über die Luzerner Kantonalbank. Die Abwicklung über andere Banken ist im Rahmen der aktuellen Prozesse nicht möglich. Diese Geschäftsbeziehung ist, wo eine solche noch nicht besteht, vor der Auszahlung des Kredits zu eröffnen. Eine allfällige Eröffnung eines Kontos bei der Luzerner Kantonalbank ist erst nach Abschluss des Gesuchsprozesses (inkl. Entscheid der Expertengruppe) nötig.

Formulare

 

Häufige Fragen

Fragen zum Umgang mit weiteren Unterstützungsmassnahmen

Fragen zur Anspruchsberechtigung

Technische / Organisatorische Fragen

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