2027 werden im innerkantonalen Finanzausgleich 232,4 Millionen Franken umverteilt. Das sind rund 13,8 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Der Kanton Luzern zahlt 158,9 Millionen Franken, die ressourcenstarken Gebergemeinden 73,5 Millionen Franken. Mit dem Finanzausgleich stärken der Kanton und die Gebergemeinden massgeblich die Solidarität und den Zusammenhalt der Luzerner Gemeinden. Die Ausgleichszahlungen im Luzerner Finanzausgleich setzen sich zusammen aus dem Ressourcenausgleich mit 156,4 Millionen Franken und dem Lastenausgleich mit 76 Millionen Franken.
Ressourcenausgleich
2027 haben 54 (Vorjahr 53) der 79 Gemeinden (51% der Bevölkerung) einen Ressourcenindex, der unter der gesetzlich festgelegten minimalen Finanzkraft liegt. Mit dem Ressourcenausgleich wird erreicht, dass diese Gemeinden eine definierte Mindestausstattung erhalten (vgl. Abbildung unten).
Prozentual beträgt der Anstieg der Mindestausstattung rund 10,0 Prozent. Damit die 10-Prozent-Wachstumsgrenze eingehalten werden konnte, wurde die Mindestausstattung von 86,4 Prozent auf 84,02 Prozent gesenkt. Die Gemeinden, deren Finanzkraft über 84,02 Prozent des kantonalen Mittels liegt, finanzieren den Ausgleich gemeinsam mit dem Kanton.
Lastenausgleich
2027 werden Gemeinden durch den Lastenausgleich mit insgesamt 76 Millionen Franken bei der Tragung übermässiger, nicht-beeinflussbarer Kosten unterstützt.
Den Gemeinden werden in vier Bereichen Beiträge an überdurchschnittliche Lasten ausgerichtet. Entsprechend den Lasten sind auch die Beiträge unterschiedlich auf die Regionen verteilt. Die nachfolgende Abbildung zeigt dies auf Basis der Wahlkreise. Das Entlebuch beispielsweise erhält fast ausschliesslich Gelder aus dem topographischen Lastenausgleich (dunkelblau). Im Wahlkreis Sursee werden Beiträge an die Bildungslasten ausbezahlt (hellblau). Im städtisch geprägten Wahlkreis Luzern dagegen werden vor allem Soziallasten (orange) und Infrastrukturlasten (gelb) ausgeglichen.