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Dossier

Finanzen: Jahresrechnung 2019

Erfreulicher Ertragsüberschuss

 
Die Erfolgsrechnung schliesst für das Jahr 2019 mit einem Ertragsüberschuss von 64,1 Millionen Franken ab. Gegenüber dem Budget resultiert eine Verbesserung von 105,6 Millionen Franken. Die Hauptgründe für diese deutliche Verbesserung sind höhere Steuererträge, Mehrerträge aufgrund der doppelten Gewinnausschüttung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) sowie eine strenge Ausgabendisziplin.

Die wichtigsten Kennzahlen 2019 auf einen Blick
 

Die wichtigsten Kennzahlen 2019 auf einen Blick
 
Informationen zum Aufgaben- und Finanzplan 2020-2023 finden Sie hier.

Das zweite positive Jahresergebnis in Folge bestätigt den eingeschlagenen finanzpolitischen Weg
 

Das zweite positive Jahresergebnis in Folge bestätigt den eingeschlagenen finanzpolitischen Weg
  
Der Ertragsüberschuss 2019 von 64,1 Millionen Franken führt zu einer Saldo-Erhöhung des statistischen Ausgleichskontos der Erfolgsrechnung auf 271,6 Millionen Franken. Die Erhöhung dieser Reserve entspricht dem Finanzleitbild. Damit können zukünftige finanzielle Schwankungen abgefedert werden und der Kanton Luzern verfügt über eine Notreserve für unerwartete Ereignisse.

 

Künftig nehmen die Herausforderungen zu. Im Gegensatz zum positiven Budget 2020 (Ertragsüberschuss von 19 Millionen Franken) rechnet der Kanton Luzern in den Finanzplanjahren 2021-2023 mit leichten Defiziten. Ab 2024 zeichnen sich weitere finanzielle Herausforderungen ab. So fällt beispielsweise die zeitlich befristete Erhöhung der Vermögenssteuer (Steuergesetzrevision 2020) weg. Zudem nimmt die finanzielle Belastung durch die demografische Entwicklung weiter zu. Der Regierungsrat wird sich im Rahmen des kommenden AFP 2021-2024 mit dieser Thematik beschäftigen.

Das Wachstum der Steuererträge hält auch im 2019 an und finanziert die kantonalen Leistungen
 

Das Wachstum der Steuererträge hält auch im 2019 an und finanziert die kantonalen Leistungen
  
Die Steuerträge 2019 fallen gegenüber dem Vorjahr und insbesondere gegenüber dem Budget 2019 höher aus. Ein stärkeres Wachstum zeichnete sich aufgrund der Jahresrechnung 2018 ab und konnte im AFP 2020-2023 bereits berücksichtigt werden.

 

Von 2011 bis 2019 sind die Erträge aus den direkten Steuern um 318,9 Millionen Franken gestiegen, dies entspricht einem Anstieg von 30 Prozent (blaugestrichelte Linie). Dieses Wachstum übertrifft den Rückgang beim Nationalen Finanzausgleich (NFA) deutlich. Insgesamt liegen die Erträge 2019 um 119,9 Millionen Franken über dem Stand von 2011, dem Jahr vor der Halbierung der Unternehmensgewinnsteuern (graugestrichelte Linie). Die Finanzstrategie ist erfolgreich und der eingeschlagene Weg wird fortgeführt.

Deutliche Steigerung der Investitionen gegenüber den beiden Vorjahren

 

Deutliche Steigerung der Investitionen gegenüber den beiden Vorjahren
  
Die Nettoinvestitionen 2019 betragen 129,3 Millionen Franken. Obwohl das Budget 2019 um 17,6 Millionen Franken unterschritten wurde, liegen die Nettoinvestitionen deutlich über Vorjahr. Die Budgetabweichung betrifft hauptsächlich den Aufgabenbereich Immobilien. Aufgrund von Projektverzögerungen konnten diverse Projekte nicht im geplanten Rahmen umgesetzt werden. Auch im Aufgabenbereich Strassen verzögerten sich Vorhaben. Nicht verwendete, zweckgebundene Mittel im Umfang von 85,6 Millionen Franken (davon 64,3 Mio. Fr. aus Vorjahren) wurden auf das Jahr 2020 übertragen.

 

Der Kanton Luzern wird künftig stark in seine Infrastruktur investieren. Die Vorhaben im Strassenbau müssen umgesetzt werden. Steigende Investitionen sind weiter im Bereich Wasserbau/Naturgefahren eingeplant. Einerseits führt das neue Wasserbaugesetz zu höheren Investitionsausgaben, da seit 1.1.2020 die alleinige Verantwortung beim Kanton liegt. Anderseits ist die Realisierung der Grossprojekte Kleine Emme, Reuss und Integrales Schutzkonzept Vitznauerbäche vorgesehen. Ebenfalls steigende Investitionen wird die Informatik für die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie und der öffentliche Verkehr verzeichnen. Das geplante Grossprojekt zentrales Verwaltungsgebäude am Seetalplatz, der Neubau Sicherheitszentrum Rothenburg, die Erweiterung Kantonsschule Sursee, die Zusammenlegung Natur- und Historisches Museum sowie die Realisierung einer Gerichtsmeile führen mittelfristig zu deutlich höheren Investitionsausgaben. Die Erneuerung und der Ausbau des Campus Horw soll mehrheitlich durch eine kantonseigene gemeinnützige Immobilien AG finanziert werden.

Tiefe Nettoschulden ermöglichen die Finanzierung der zukünftigen grossen Investitionen
 

Tiefe Nettoschulden ermöglichen die Finanzierung der zukünftigen grossen Investitionen
  
Im Jahr 2019 konnten die Nettoschulden nochmals um 49,7 Millionen Franken auf 85,8 Millionen Franken reduziert werden. Die gesetzliche Schuldengrenze von 584,8 Millionen Franken wird deutlich unterschritten.

 

Diese Ausgangslage stärkt die zukünftige Investitionsfähigkeit und schafft die notwendigen Voraussetzungen für die Finanzierung der anstehenden grossen Investitionen. Diese Projekte werden in Zukunft zu einem Anstieg der Schulden führen. Dank der aktuell tiefen Nettoschulden ist der Kanton Luzern sehr gut darauf vorbereitet und die solide finanzielle Lage lässt die Realisierung dieser Projekte zu.

Letzte Aktualisierung:
18. März 2020

18.03.2020: Mitteilung: Der Kanton Luzern schliesst das Rechnungsjahr 2019 mit einem Ertragsüberschuss von 64,1 Millionen Franken ab

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