«Live aus der Regierung»

In der Rubrik «Live aus der Regierung» äussern sich die fünf Luzerner Regierungsräte einmal monatlich zu einem von ihnen selbst gewählten Thema.

Dezember 2016: Bau-, Umwelt und Wirtschaftsdirektor Robert Küng

Robert Küng

Regierungsrat Robert Küng

Durchgangsbahnhof – unser Einsatz zählt!

Treibt der Bundesrat den Durchgangsbahnhof voran? In welchem Stadium ist das Projekt? Hilft eine kantonale Vorfinanzierung? Das nur einige der Fragen, die unsere National- und Ständeräte dem Bundesrat jüngst gestellt haben. Sie zeigen: Der Kanton Luzern engagiert sich für den Durchgangsbahnhof und eine national und regional zukunftsfähige Schienenmobilität.

Unser Einsatz ist aktuell besonders wichtig. Derzeit erarbeitet das Bundesamt für Verkehr den Bahnausbauschritt 2030/35. Die Vernehmlassung dazu startet im Herbst 2017. Die Botschaft ist ein Jahr später zu erwarten. Danach entscheidet das Parlament, welche Ausbauprojekte realisiert werden. Bis dahin braucht es noch einen langen Atem. Umso mehr müssen wir uns weiterhin für unser Projekt stark machen. Dabei muss klar werden, dass die ganze Schweiz vom Durchgangsbahnhof profitiert: Er gewährleistet die NEAT-Fahrzeit zwischen Luzern und Mailand, entlastet das Schienennetz und sorgt für mehr, schnellere und neue direkte Verbindungen – regional wie national.

Trotzdem bewertet der Bund den Durchgangsbahnhof als vergleichsweise teures Projekt mit ungünstigem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Zu Unrecht! An unserer Topografie kommen wir nicht vorbei. Im Austausch mit Bundesrätin Doris Leuthard und dem Bundesamt für Verkehr haben wir deshalb wiederholt gefordert, das anspruchsvolle Gelände bei der Bewertung zu berücksichtigen und den langfristigen Nutzen für Verkehr und Raumplanung stärker zu gewichten.

Ich bin überzeugt, dass der Durchgangsbahnhof der richtige Schritt zur Weiterentwicklung der regionalen und nationalen Bahnmobilität ist. Mit dem Vorprojekt bzw. dem umfangreichen Variantenstudium haben wir gute Grundlagen geschaffen. Das bestätigt auch Doris Leuthard. Auf die Frage, ob Luzern einen Plan B brauche, sagt sie unmissverständlich Nein. Sukkurs erhalten wir auch von Bundesrat Ueli Maurer. Er attestiert dem Durchgangsbahnhof eine elementare Rolle in der Schweizer Schienenmobilität. Das Bauprojekt solle deshalb in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten realisiert werden.

Zunächst muss der Bund allerdings unsere Planung des Durchgangsbahnhofs fortsetzen. Dafür setzen wir uns nachdrücklich ein!

Regierungsrat Robert Küng
Vorsteher Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement