Finanzen: Aufgaben- und Finanzplan 2020-2023

.

Solide Planergebnisse 2020-2023

 
Die Erfolgsrechnung schliesst im Voranschlag 2020 mit einem Ertragsüberschuss von 19,0 Millionen Franken ab. In den Planjahren 2021 bis 2023 weist die Erfolgsrechnung leichte Aufwandüberschüsse aus, da punktuell zusätzliche Mittel in den Bereichen öffentliche Ordnung und Sicherheit, Bildung, soziale Sicherheit und Verkehr eingesetzt werden. Die Anforderungen der Schuldenbremsen werden eingehalten.

Die wichtigsten Kennzahlen 2020-2023 auf einen Blick
 

Die wichtigsten Kennzahlen 2020-2023
 
Informationen zur Jahresrechnung 2018 finden Sie hier.

.

Der eingeschlagene finanzpolitische Weg wird fortgeführt, die gute Ausgangslage bleibt erhalten
 

Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung
  
Das Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung zeigt im Budget 2020 einen Ertragsüberschuss von 19,0 Millionen Franken. In den beiden Planjahren 2021 und 2022 resultiert ein Aufwandüberschuss von 8,0 respektive 19,5 Millionen Franken. Mit einer vorausschauenden Steuerung wird der im Jahr 2022 angestiegene Aufwandüberschuss im letzten Planjahr 2023 wieder auf 8,5 Millionen Franken reduziert.

 

Mit dem guten Jahresergebnis 2018 stieg der Saldo des statistischen Ausgleichskontos der Erfolgsrechnung auf 207,5 Millionen Franken. Mit 205,5 Millionen Franken per 2023 kann der Saldo praktisch gehalten werden. Mit dieser Reserve können künftige finanzielle Schwankungen abgefedert und das Risiko für zukünftige Sparpakete kann reduziert werden. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund wichtig, dass sich ab 2024 grössere Herausforderungen abzeichnen. So wird sich beispielsweise die Belastung des Kantonshaushalts durch die demografische Entwicklung weiter verstärken. Auf der Ertragsseite werden die grundsätzlich wachsenden Steuererträge insbesondere auch durch nationale Entwicklungen gedämpft.


Das Wachstum der Steuererträge finanziert die staatlichen Leistungen

 

Wachstum Steuererträge
  
Die direkten Steuererträge steigen im Budget 2020 gegenüber den Vorjahren deutlich. Dies ist insbesondere auf die kantonale Aufgaben- und Finanzreform AFR18, die Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) des Bundes sowie die kantonale Steuergesetzrevision 2020, aber auch auf das allgemeine Wachstum der Steuererträge, zurückzuführen. Bei den Staatssteuererträgen der natürlichen und juristischen Personen setzt sich in den Planjahren 2021-2023 der Anstieg fort (blaugestrichelte Linie). Dieses Wachstum übertrifft den Rückgang beim Nationalen Finanzausgleich. Insgesamt steigen die Erträge zwischen 2020 und 2023 weiter an (graugestrichelte Linie).

 

Diese Mehrerträge sind notwendig um punktuell für staatliche Leistungen mehr Mittel einsetzen zu können. Insbesondere in den Hauptaufgaben öffentliche Ordnung und Sicherheit, Bildung, soziale Sicherheit sowie beim Verkehr sind höhere Aufwendungen eingeplant.

.

Der Kanton Luzern investiert wieder deutlich mehr

 

Investitionen
  
Die Nettoinvestitionen liegen im Budget 2020 deutlich über 2017 und 2018. Ausgelöst durch den budgetlosen Zustand 2017 wurde in diesen beiden Jahren nur beschränkt investiert. Bereits im Jahr 2019 wird wieder mit höheren Investitionen in die Infrastruktur gerechnet. Der weitere Anstieg im Budget 2020 ist hauptsächlich auf das neue Wasserbaugesetz zurückzuführen. In diesem Bereich entlastet der Kanton die Gemeinden künftig. Steigende Nettoinvestitionen verzeichnet auch die Informatik für die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie und der öffentliche Verkehr, u.a. für die Verlängerung Buslinie 1 nach Ebikon sowie verschiedene Bushubs in der Agglomeration. Bis ins Planjahr 2023 erhöhen sich die Nettoinvestitionen weiter. Dies lässt sich insbesondere mit den Projekten zentrales Verwaltungsgebäude am Seetalplatz (ZVSE), Neubau Luzerner Polizei Rothenburg, Erneuerungen/Erweiterungen Zivilschutzzentrum Sempach, Heilpädagogisches Zentrum Hohenrain und Kantonsschule Sursee sowie Zusammenlegung Natur- und Historisches Museum begründen.

.

Dank tiefen Schulden können zukünftige Investitionen finanziert werden

 

Schulden 2019
  
Die Nettoschulden konnten in den vergangenen Jahren laufend reduziert werden. Ausgelöst durch den budgetlosen Zustand 2017 wurde in den Jahren 2017 und 2018 weniger investiert. In den kommenden Jahren wird dieser Investitionsrückstand wieder aufgeholt, was zu allgemein höheren Investitionen und einem Anstieg der Schulden führen wird. Eine Neuverschuldung wird für den Bereich Wasserbau/Naturgefahren (z.B. Grossprojekte Kleine Emme, Reuss, Integrales Schutzkonzept Vitznauerbäche) sowie für das zentrale Verwaltungsgebäude einkalkuliert. Die langfristige Prognose der Nettoschulden bis ins Jahr 2033 zeigt gegenüber der Schuldengrenze einen Spielraum von mindestens 118 Millionen Franken. Damit wird die anvisierte Mindestmarke von rund 100 Millionen Franken eingehalten.