Finanzen: Jahresrechnung 2018

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Erfreulicher Rechnungsabschluss 2018

 
Die Erfolgsrechnung schliesst für das Jahr 2018 mit einem Ertragsüberschuss von 
67,5 Millionen Franken ab, insgesamt um 118,9 Millionen Franken besser als budgetiert. 
Die Hauptgründe für die deutliche Verbesserung sind höhere Steuererträge, die hohe Ausgabendisziplin und Mehrerträge aufgrund der doppelten Gewinnausschüttung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB).

Die wichtigsten Kennzahlen 2018 auf einen Blick
 

wichtigste Kennzahlen
 

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Das positive Jahresergebnis 2018 unterstützt den eingeschlagenen finanzpolitischen Weg
 

Jahresergebnis 2018
  
Der Ertragsüberschuss 2018 in der Höhe von 67,5 Millionen Franken erhöht das statistische Ausgleichskonto der Erfolgsrechnung auf 207,5 Millionen Franken. Die Erhöhung dieser Reserve entspricht dem Finanzleitbild. Damit können finanzielle Schwankungen abgefedert und das Risiko für Sparpakete reduziert werden. Der Ertragsüberschuss 2018 leistet überdies einen Beitrag zur Bewältigung der finanziellen Herausforderungen aus der längerfristigen demografischen Entwicklung.
 
Um auch künftig positive Jahresergebnisse zu erreichen ist es entscheidend, dass die aufgegleisten Reformprojekte umgesetzt werden. Dies sind insbesondere die Aufgaben- und Finanzreform 18 (AFR18), die kantonale Steuergesetzrevision 2020 sowie die Steuerreform und AHV-Finanzierung des Bundes (STAF). Über die AFR18 und die STAF entscheidet das Stimmvolk am 19. Mai 2019.

Das Wachstum der Steuererträge übertrifft den Rückgang beim Nationalen Finanzausgleich (NFA)
 

Wachstum Steuererträge
  
Die Erträge aus direkten Steuern sind von 2011-2018 um 27,4 Prozent gestiegen (blaugestrichelte Line). Das Wachstum dieser Steuererträge übertrifft den Rückgang beim Nationalen Finanzausgleich (NFA). Deshalb liegen die Erträge insgesamt 79,2 Millionen Franken über dem Stand von 2011, dem Jahr vor der Halbierung der Unternehmensgewinnsteuern (graugestrichelte Linie). Die Finanzstrategie ist erfolgreich.

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Die Investitionen liegen unter dem Budget, konnten aber gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden

 
Die Nettoinvestitionen 2018 betragen 93,8 Millionen Franken (Vorjahr 76,6 Mio. Fr.), das Budget wird um 14 Millionen Franken unterschritten. Der Hauptgrund für diese Abweichung betrifft den Aufgabenbereich Immobilien. Diverse Projekte verzögerten sich und konnten im 2018 nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. Auch im Aufgabenbereich Strassen verzögerten sich Vorhaben. Nicht verwendete, zweckgebundene Mittel (64,3 Mio. Fr.) wurden deshalb auf das Jahr 2019 übertragen. Der Aufgaben- und Finanzplan (AFP 2019-2022) sieht vor, dass die Investitionen künftig deutlich ansteigen.

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Die Schulden wurden massiv abgebaut und damit die zukünftige Investitionsfähigkeit gestärkt
 

Schulden 1991-2018
  
In den Neunzigerjahren stiegen die Nettoschulden infolge von Aufwandüberschüssen und strukturellen Defiziten stark an. Diese konnten in den Jahren 2001 bis 2011 aufgrund von Ertragsüberschüssen sowie der Ausschüttung von Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank deutlich und nachhaltig reduziert werden. Während der letzten sieben Jahre erfolgte eine Konsolidierung in dem Leistungen und Strukturen bereinigt und die Schulden weiter reduziert wurden. Ende 2018 betragen die Nettoschulden noch 135,5 Millionen Franken und liegen deutlich unter der gesetzlichen Schuldengrenze von 564,7 Millionen Franken.
 
Diese Ausgangslage stärkt die zukünftige Investitionsfähigkeit. Damit gewinnt der Kanton Luzern Gestaltungsspielraum, welcher notwendig ist, um die heute verzögerten Projekte z.B. beim Strassenbau umzusetzen sowie die grossen Infrastrukturprojekte Wasserbau und das Zentrale Verwaltungsgebäude Seetalplatz zu finanzieren.