07.11.2014 - Lehrplan 21: Kanton Luzern begrüsst Freigabe zur Einführung

Der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss begrüsst die Freigabe des überarbeiteten und gestrafften Lehrplans 21 durch die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz D-EDK. Der Kanton Luzern hat die notwendigen Vorarbeiten frühzeitig geleistet und Wochenstundentafeln zusammen mit dem Lehrplan vor einem Jahr in eine breite Vernehmlassung geschickt.

Die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz D-EDK hat heute an einer Medienkonferenz den überarbeiteten Lehrplan 21 vorgestellt und die Freigabe in den Kantonen lanciert. Damit sind nun die einzelnen Kantone am Zug und entscheiden über die Einführung des Lehrplans 21 in ihren Volksschulen.

Der Kanton Luzern begrüsst, dass der Lehrplan 21 nun öffentlich vorliegt. Bildungsdirektor Reto Wyss zeigte sich erfreut, dass die Bearbeitungsaufträge aus den kantonalen Konsultationen ernst genommen und umgesetzt wurden. So wurden im nun vorliegenden Lehrplan die Forderungen aus der Luzerner Vernehmlassung weitgehend berücksichtigt. Die Anzahl der Kompetenzen sowie die Mindestansprüche wurden deutlich reduziert. «Medien und Informatik» hat auf allen Stufen an Bedeutung gewonnen und wurde komplett überarbeitet. In der Sekundarschule erhält das Fach WAH (Wirtschaft Arbeit Haushalt) eine stärkere praktische Ausrichtung und der Themenbereich «berufliche Orientierung» wird – wie auch vom Kanton Luzern gewünscht – in einem eigenen Teillehrplan beschrieben und bekommt damit eine grössere Gewichtung.

Die Diskussion um zwei Fremdsprachen in der Primarschule wird losgelöst vom Lehrplan 21 auf nationaler Ebene von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) geführt. Allerdings wird diese Frage in Luzern vermutlich an der Urne entschieden – dies aufgrund einer Initiative, die im September 2014 eingereicht wurde.

Einmaleins und Eidgenossenschaft bleiben in den Schulstuben
Mit dem Lehrplan 21 ist ein Instrument geschaffen worden, das im Vergleich zu den alten Lehrplänen wesentlich schlanker und sehr übersichtlich daherkommt. Nach wie vor steht es den Lehrpersonen frei, welche Methoden sie im Unterricht einsetzen. Die Kompetenzorientierung bindet überfachliche Kompetenzen in die fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten ein. Inhaltliche Anforderungen sind klar gekennzeichnet. So gehört beispielsweise das Einmaleins nach wie vor in die Schulstuben. Auch die Themen Eidgenossenschaft, die Weltkriege und weitere bedeutende geschichtliche Ereignisse sind im Lehrplan 21 erwähnt.

Die Dienststelle Volksschulbildung hat die politische Forderung, den Lehrplan kostenneutral einzuführen, ernst genommen und ist in der Ausgestaltung der kantonalen Richtlinien bereits weit fortgeschritten. Im kommenden Frühling sind die ersten Informationsveranstaltungen für die Schulleitungen geplant.

Informationen zum Lehrplan 21: www.lehrplan21.lu.ch

Kontakt

Regierungsrat Reto Wyss
Bildungs- und Kulturdirektor
041 228 52 03
reto.wyss (at) lu.ch

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