Umsetzung Kindes- und Erwachsenenschutz

Der Bund hat Ende 2008 ein neues Vormundschaftsrecht verabschiedet. Die Kantone sind aufgefordert, dieses auf den 1.Januar 2013 umzusetzen. Im organisatorischen Bereich sind die grössten Neuerungen Fachbehörden anstelle der bisherigen kommunalen Vormundschaftsbehörden. Die Fachbehörden sind interdisziplinär (mit Fachpersonen aus Recht, Psychologie, Sozialarbeit, Pädagogik, Treuhand, Versicherungsrecht, Medizin usw.) zusammengesetzt. Sie sind auch für Entscheide im Kindesschutz zuständig. Wie bisher liegt das Vormundschaftswesen im Aufgabenbereich der Gemeinden. Die neue Bezeichnung heisst Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (K-ESR).

Im neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht K-ESR stellen massgeschneiderte Massnahmen sicher, dass nur so viel staatliche Betreuung erfolgt, wie nötig ist. Zudem wird das Selbstbestimmungsrecht durch Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung gefördert. Das K-ESR ist seit 1. Januar 2013 in Kraft.