eHealth

Unter dem Begriff eHealth werden alle elektronischen Gesundheitsdienste zusammengefasst, so z.B. auch das eletronische Patientendossier EPD. Der Einsatz von elektronischen Mitteln verbessert die Abläufe und vernetzt die Beteiligten besser.  eHealth soll dazu beitragen, der Schweizer Bevölkerung den Zugang zu einem qualitativ hochstehenden, effizienten, sicheren und kostengünstigen Gesundheitswesen zu gewährleisten.

Der Kanton Luzern gehört seit Jahren zu den eHealth-Pionieren. Er war an der Entwicklung der nationalen Strategie eHealth Schweiz beteiligt und kümmert sich nun aktiv um deren Umsetzung.

Luzern vernetzt Leistungserbringer

Die Herausforderungen von eHealth liegen weniger in der technischen Umsetzung, sondern vielmehr in den Bereichen der Organisation und Vernetzung der Leistungserbringer. Um die erforderlichen organisatorischen Strukturen zu schaffen, soll auf Initiative des Kantons Luzern noch in diesem Jahr der Verein eHealth-Zentralschweiz  gegründet werden. Der Verein eHZ hat zum Ziel, ein Kompetenz-Zentrum eHealth Zentralschweiz aufzubauen, welches von möglichst vielen Akteuren des regionalen Gesundheitswesens getragen wird. Unter der Leitung einer kompetenten Geschäftsführung werden dabei die folgenden Themen vorangetrieben:

1. Vernetzung

Der Verein organisiert die Vernetzung der regionalen eHealth-Verantwortlichen und Fachleuten. Er bietet verschiedene Plattformen für den regelmässigen Wissens- und Informa­tionsaustausch. Die Vereinsmitglieder sind Teil der eHealth-Community Zentralschweiz, können sich aktiv einbringen und profitieren vom Know-how anderer Mitglieder.

2. Koordination

Der Verein stellt die eHealth-Koordination (inkl. Umsetzung EPDG) in der Region sicher. Er hat den Überblick über die eHealth-Vorhaben der Mitglieder (führt ein Projektportfolio) und stellt die Schnittstelle zu nationalen und anderen regionalen eHealth-Organisationen sicher. Er ist zentrale eHealth Koordinationsstelle in der Region Zentralschweiz und reduziert den Koordinationsaufwand der einzelnen Vereinsmitglieder nachhaltig.

3. Kommunikation und Information

Der Verein fördert die Information über eHealth und das Patientendossier. Eine systematische Kommunikations- und Informationsarbeit, welche mit den Bedürfnissen der Vereinsmitglieder abgestimmt ist, soll die Akzeptanz von eHealth bei Patienten und Leistungserbringern erhöhen. Die Mitglieder profitieren zudem von einer unentgeltlichen Beratung in eHealth-spezifischen Fachfragen.

4. Patientendossier/EPDG

Der Verein unterstützt seine Mitglieder bei der Umsetzung des EPDG. Eine entsprechende Arbeitsgruppe koordiniert die Umsetzungsaktivitäten der Mitglieder und sorgt dafür, dass alle Vereinsmitglieder sich einer EPDG-Gemeinschaft anschliessen können. Dabei sind verschiedene Optionen zu prüfen (Anschluss oder Aufbau einer eigenen Lösung). Die Mitglieder des Vereins entscheiden letztlich autonom, wie sie das EPDG umsetzen wollen.

5. Projekte

Der Verein fördert nutzbringende eHealth-Projekte. Er unterstützt – im Rahmen der vorhandenen Mittel - die Mitglieder bei der Lancierung und Leitung von eHealth-Projekten. Er stellt seinen Mitgliedern den Zugang zu «Best-Practice-Beispielen» aus anderen Regionen zur Verfügung und vermittelt bei Bedarf eHealth-Fachexperten.

Weiterführende Informationen zur nationalen Strategie eHealth Schweiz  finden Sie hier.