Lastenausgleich

Strikt getrennt vom Ressourcenausgleich ist der Lastenausgleich: Er gilt strukturell bedingte und übermässige Lasten ab. Die Rede ist von exogenen Lasten – Gemeinden können sie nicht beeinflussen.

 
Soziodemografischer Lastenausgleich
Der soziodemografische Lastenausgleich hat zum Ziel, Kosten auszugleichen, die durch spezielle Verhältnisse entstehen. Dazu bestehen drei Gefässe: Bildung, Soziales und Infrastruktur.

Zu den soziodemografischen Lasten zählen:

  • Bildungslasten: Ausgleich der Lasten, die durch eine erhöhte Schülerdichteanfallen.
  • Soziallasten: Ausgleich der Lasten, die durch die Bevölkerungszusammensetzung entstehen: über 80-Jährige, ausländische Bevölkerung, Anteil durch Sozialhilfe unterstützte Personen. Zwei Drittel des Soziallastenausgleichs gehen an das Teilgefäss "Personen 80+" und ein Drittel an "Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger".
  • Infrastrukturlasten: Ausgleich der Lasten, die durch eine erhöhte Arbeitsdichte (Erwerbstätige des 2. und 3. Sektors) sowie den Anteil der Wohngebäude mit mehr als drei Geschossen (Bebauungsdichte) entstehen. 75 Prozent fallen der Arbeitsplatzdichte zu, 25 Prozent der Bebauungsdichte.

Topografischer Lastenausgleich
Der topografische Lastenausgleich gleicht Kosten aus, die durch schwieriges Gelände (z.B. im Berggebiet) und durch weite Flächen entstehen. Zu den topografischen Lasten zählen:

  • Landwirtschaftliche Erschwerniszone
  • Länge der Gemeindestrassen (1. Klasse) und Güterstrassen (1. und 2. Klasse)
  • Länge der Fliessgewässer
  • Vom gesamten Lastenausgleich gehen 35 Prozent an den topografischen Ausgleich. Davon je 40 Prozent für die Erschwerniszonen, 40 Prozent für Gemeinde- und Güterstrassen, 10 Prozent für Fliessgewässer.