Mit Zug in die Zukunft – dank dem Durchgangsbahnhof Luzern

Aktuelles

17.03.2017 – Die SBB wollen ab dem nächsten Fahrplanwechsel morgens wieder eine frühe Direktverbindung von Luzern ins Tressin anbieten. Dies berichtet die Luzerner Zeitung mit Berufung auf ein Blick-Interview mit Jeannine Pilloud, Leiterin Personenverkehr der SBB. Für den Knoten Luzern und damit für den Durchgangsbahnhof ist das erfreulich, findet auch Regierungsrat Robert Küng: «Damit wird eine zentrale Forderung von uns umgesetzt – nämlich mit direkten Verbindungen in den Süden den Knoten Luzern zu stärken. (...) Eine attraktive Nord-Süd-Verbindung via Luzern – die mit dem Durchgangsbahnhof noch attraktiver wird – ist eine wichtige Ergänzung zum stark frequentierten Knoten Zürich.» 

 

06.03.2017 – Der Abschnitt «Wo stehen wir» wurde mit den Forderungen der Zentralschweizer Bundesparlamentarier/innen und Kantonsregierungen betreffend Ausbauschritt 2030/35 ergänzt.

 

07.02.2017 – Bald werden in Bundesbern bezüglich Ausbau der Bahninfrastruktur wichtige Weichen gestellt. Regierungsrat Robert Küng zeigt sich im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz  zuversichtlich, dass der Durchgangsbahnhof Luzern im harten Konkurrenzkampf bestehen kann.

 

27.01.2017 – Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamts für Verkehr, zeigt sich im Interview mit der Luzerner Zeitung vom Projekt Durchgangsbahnhof überzeugt: «Der Durchgangsbahnhof wird kommen. Es ist nur die Frage, wann wir ihn finanzieren können. Voraussichtlich ab etwa 2025 wird der nächste Ausbauschritt dem nationalen Parlament vorgelegt. In der Zwischenzeit kann die Projektierung weitergeführt werden.»


Warum braucht es den Durchgangsbahnhof Luzern?


Der Durchgangsbahnhof ist ein Schlüsselelement der schweizerischen Schienenmobilität
Der Durchgangsbahnhof verbessert die Mobilität sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene markant. Erst der Durchgangsbahnhof ermöglicht die im NEAT-Konzept vorgesehene Fahrzeit zwischen Luzern und Mailand: Das Tessin rückt dank Durchgangsbahnhof eine Viertelstunde näher an die Deutschschweiz, der Fahrzeitgewinn zwischen Deutschland–Basel und Mailand beträgt eine halbe Stunde. Die Nord-Süd-Verbindung via Luzern ist damit eine halbe Stunde schneller als via Zürich, was eine attraktive Alternative zur Verbindung über den stark frequentierten Hauptbahnhof Zürich schafft.

Der Durchgangsbahnhof verbessert den öffentlichen Verkehr im Kanton Luzern und in der Zentralschweiz
Die Strecke Luzern–Zug–Zürich ist die meistbefahrene Bahnlinie im Raum Luzern. Infrastruktur und Angebot gelangen zusehends an ihre Grenzen. Mit dem Durchgangsbahnhof verkehren zwischen Luzern und Zürich vier Fernverkehrszüge und vier S-Bahnen pro Stunde – heute sind es je zwei. Der Durchgangsbahnhof verkürzt zudem die Fahrzeit nach Zürich sowie nach Osten und Westen. Der Durchgangsbahnhof ermöglicht ausserdem mehr, schnellere und neue direkte Regionalverbindungen.

Der Durchgangsbahnhof setzt raumplanerische und wirtschaftliche Impulse
Mit dem Durchgangsbahnhof wird ein Teil der oberirdischen Gleisinfrastruktur frei. Es entsteht Raum für Wohnen, Arbeiten und belebte Zentren – und zwar entlang der strategischen Entwicklungsachsen des Kantons Luzern. Der Durchgangsbahnhof erhöht zudem die Standortattraktivität des Wirtschaftsraums Luzern.

Der Durchgangsbahnhof bietet eine zukunftsfähige Lösung für den drittgrössten Bahnhof der Schweiz
Der Durchgangsbahnhof, der einerseits die Kapazitäten ausbaut, andererseits die Reisezeiten verkürzt, antizipiert das künftige Mobilitätswachstum. Bis 2030 nimmt die ÖV-Mobilität im Kanton Luzern um 40 Prozent zu. Bereits in den vergangenen zehn Jahren ist die Schienenmobilität insbesondere auf den kantonalen Hauptentwicklungsachsen massiv gewachsen – um 50 bis 100 Prozent. Der Durchgangsbahnhof ist eine kluge Antwort auf die anstehenden Mobilitätsherausforderungen.


Was ist der Durchgangsbahnhof Luzern?

Der Durchgangsbahnhof verbindet die Hauptachsen Basel/Bern-Luzern und Luzern-Zürich und schafft eine neue Nord-Süd-Verbindung via Luzern.

Durchgangsbahnhof
Durchgangsbahnhof Luzern - Hauptstrecken

Sie machen sich stark für den Durchgangsbahnhof

Konrad Graber, Ständerat Luzern

«Der Durchgangsbahnhof Luzern ist ein Schlüsselelement der schweizerischen Bahnmobilität. Er reduziert die Fahrzeit zwischen Basel und Chiasso um eine halbe Stunde und gewährleistet damit die NEAT-Fahrzeiten auf der Nord-Süd-Achse.»
  

Konrad Graber, Ständerat Luzern, CVP  

«Der Durchgangsbahnhof Luzern entlastet das schweizerische Schienennetz und hilft auf der Nord-Süd-Achse den Güterverkehr auf die Schiene zu bringen. Das ist von nationalem Interesse.»

  

                                                                Prisca Birrer-Heimo,
Nationalrätin Luzern, SP 

Prisca Birrer-Heimo, Nationalrätin Luzern
Hans Wicki, Ständerat Nidwalden und Präsident Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz

«Mehr Züge, bessere Verbindungen und schnellere Fahrzeiten, sowohl in der Zentralschweiz als auch gesamtschweizerisch. Das gibt es nur mit dem Durchgangsbahnhof Luzern.»
 

Hans Wicki, Ständerat Nidwalden, FDP,
und Präsident Industrie- und
Handelskammer Zentralschweiz 

«Der Durchgangsbahnhof macht den drittgrössten Bahnhof der Schweiz zu einem Vollknoten. Alle Züge, die sich im Durchgangsbahnhof treffen, sind zeitlich aufeinander abgestimmt – wie im Bahn-2000-Konzept vorgesehen.»

  

                                                   

Karl Vogler, Nationalrat Obwalden, CSP-OW 

Nationalrat Karl Vogler
Ständerat Damian Müller

«Der geplante Durchgangsbahnhof ist ein existenziell wichtiges Projekt für die Mobilität in der Zentralschweiz.»

 

Damian Müller, Ständerat Luzern, FDP,
im Zentralplus-Blog zum Durchgangsbahnhof



Wo stehen wir? Wie geht es weiter?

Derzeit erarbeitet das Bundesamt für Verkehr die Vorlage zum Ausbauschritt 2030/35. Der Bundesrat wird seine Botschaft zuhanden des Bundesparlaments Ende 2018 verabschieden.

Für den Kanton Luzern ist es wichtig, dass der Durchgangsbahnhof im Bahnausbauschritt 2030/35 des Bundes enthalten ist. Allerdings berücksichtigen die Kriterien des Bundesamts für Verkehr zu wenig, dass die topografischen Bedingungen in Luzern keine einfachen und günstigen Lösungen zulassen. Der Kanton Luzern kämpft deshalb zusammen mit den übrigen Zentralschweizer Kantonen vehement für den Bau des Durchgangsbahnhofs. In einem Positionspapier vom 1. Februar 2017 fordern die Zentralschweizer Bundesparlamentarier/innen und Kantonsregierungen vom Bund, dass

  1. die Planung des Zimmerberg-Basistunnel II und des Durchgangsbahnhofs Luzern unverzüglich aufgenommen wird (wie im genehmigten Ausbauschritt 2025 vorgesehen),

  2. der Zimmerberg-Basistunnel II und der Durchgangsbahnhof Luzern als zu realisierende Vorhaben in den Ausbauschritt 2030/35 aufgenommen werden,

    • dass aufgrund der Überlast die vollständige Finanzierung des Zimmerberg-Basistunnels II (Modul 2) vorgesehen wird,

    • dass für den Durchgangsbahnhof (Modul 3) mindestens eine etappierte Umsetzung in Betracht gezogen wird,

  3. dass die Grundlagen für eine Vorfinanzierung der Projekte gemäss FABI-Botschaft ermöglicht werden.

Auch in der Herbstsession 2016 haben sich die Luzerner National- und Ständeräte für den Durchgangsbahnhof starkgemacht und fünf Vorstösse zur Bahnentwicklung im Raum Luzern eingereicht:

Auf den Durchgangsbahnhof wird indes bereits heute hingearbeitet. Die aktuellen und mittelfristigen Angebotsausbauten sind allesamt kompatibel mit dem Durchgangsbahnhof. Eine Übersicht über die Ausbauschritte findet sich auf der Website des Verkehrsverbunds Luzern.

Doris Leuthard

Die Regierung lud am 7. November 2016 zudem Bundesrätin und Verkehrsministerin Doris Leuthard nach Luzern ein, um sich mit ihr zum Durchgangsbahnhof auszutauschen.

(v.l.n.r. Ständerat Konrad Graber, Regierungsrat Robert Küng, Bundesrätin Doris Leuthard, Regierungsrat Reto Wyss)